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Geförderte Workcamps in Afrika und Asien
Zunächst als wichtigste Orientierungshilfe: Unsere Workcamps (Kurzzeiteinsätze) in Afrika und Asien werden durch öffentliche Mittel gefördert; es handelt sich daher nicht um eine reine Vermittlung. Konkret bedeutet dies, dass in der Teilnahmegebühr (Gesamtpreis) folgende Leistungen enthalten sind: - Flug (Abflugsort in Deutschland bis Zielflughafen im jeweiligen Land und zurück) (Flug wird von uns nach Absprache mit dir gebucht) - Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminar in Marburg (Teilnahme an einem der angebotenen Vorbereitungsseminare ist verpflichtend) - Unfall-, Haftpflicht- und Krankenversicherung für den Workcamp-Zeitraum - Reiserücktrittsversicherung - Gebühr für die Partnerorganisation im jeweiligen Gastland
Seitens des fördernden Jugend-Ministeriums gibt es jedoch folgende Bedingungen: Das Maximal-Alter ist 26 J. Die maximale Projektdauer, die gefördert werden kann, ist 30 Tage. Daher haben wir auch nur 2-4wöchige Projekte im Programm. Darüber hinaus dürfen die Teilnehmenden aber nur eine begrenzte Zeit zusätzlich im jeweiligen Land bleiben, nämlich nochmal die Projektdauer minus 1 Tag. Dauert das Projekt z.B. drei Wochen / 21 Tage, beträgt die maximale Gesamtdauer des Aufenthaltes 41 Tage (die zusätzliche Zeit muss nach dem Projekt im jeweiligen Land verbracht werden, Ausnahme sind 1-2 Tage zur Eingewöhnung und Orientierung im Land).
Wer also entweder älter als 26 ist oder für einen längeren Zeitraum im Land bleiben - also dort noch länger herumreisen will, als das Projekt selbst dauert - für den ist der geförderte “Paketpreis” leider nicht möglich. Eine Vermittlung ist in Ausnahmefällen (ggf. mit oder ohne Seminarvorberereitung) jedoch möglich. In diesem Fall kostet die Vermittlung 120,00 EUR. Flug und die übrigen o.a. Kosten sind allerdings selbst zu zahlen.
Weitere Informationen:
Workcamps in Afrika und Asien sind eine Form internationaler Jugendarbeit mit
- der Möglichkeit, andere Länder und Menschen im unmittelbaren Zusammenleben und bei gemeinsamer Arbeit mehr als nur oberflächlich kennen zu lernen; andere Kulturen, Wertvorstellungen und Lebensweisen zu erfahren, zu begreifen und besser verstehen zu lernen;
- der Chance, gegenseitige Fehlinformationen und vielleicht auch Vorurteile abbauen zu helfen, über internationale Verständigung nicht nur zu reden, sondern einen aktiven Beitrag zur Verständigung zu leisten und
- dem Ziel, zu einem besseren Verständnis und zur gegenseitigen Achtung zwischen den Menschen und Völkern beizutragen.
Sie sind aber auch
Konfrontation mit Armut, Not und Ungerechtigkeiten, Auseinandersetzung mit "Entwicklungshilfe" aus Vergangenheit und Gegenwart und Tourismus in die "Dritte Welt", mit Dir selbst, Deinen Vorstellungen zu "Entwicklungsländern" und Deinen Lebensbezügen.
Workcamps in Afrika und Asien sind k e i n e Entwicklungshilfe-Einsätze !
Sinn und Zweck dieser Workcamps liegen nach unserem Verständnis nicht in einer - nach europäischem Verständnis - messbaren (Entwicklungshilfe-) Leistung, sondern in erster Linie im beiderseitigen Erfahrungs- und Lernzuwachs und dem persönlichen (Bewusstseins-) Gewinn jeder/jedes Einzelnen als Beitrag zu einem besseren gegenseitigen Verständnis.
Was du grundsätzlich zu Workcamps in Afrika und Asien wissen solltest
Vorbereitung und Auswertung halten wir nicht nur für sinnvoll, sondern für absolut erforderlich. Die Teilnahme an einem Workcamp in Afrika und Asien beginnt deshalb immer mit einem Vorbereitungsseminar, d.h. die Teilnahme am g e s a m t e n Seminar setzen wir - neben Deiner Eigenvorbereitung - absolut voraus. Nach dem Einsatz findet (meist zum Jahresende) ein Auswertungsseminar statt.
Workcamp - Projekt (e) - Träger Die Durchführung der Programme erfolgt stets in Zusammenarbeit mit einer Partnerorganisation des jeweiligen Landes, von der die einzelnen Einsätze / Workcamps vorbereitet und durchgeführt werden. Mehrheitlich arbeiten wir mit diesen Organisationen bereits seit vielen Jahren zusammen. Je nach Struktur, Entwicklung und Größe führen die einzelnen Organisationen jährlich zwischen 5 und 20 Camps mit unterschiedlichen Arbeitsaufgaben durch. Die Arbeitsprojekte sind in der Regel manuelle Tätigkeiten, wie Bau/Instandsetzung von Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Sozial-/Krankenstationen), Wegebau / -instandsetzung, Verbesserung sanitärer Bedingungen, landwirtschaftliche Projekte, Aufforstungen u.a. und erfordern keine berufs- oder fachspezifischen Vorkenntnisse. Die Mitarbeit bei den Arbeitsaufgaben erfolgt in der Regel etwa 5 bis 6 Stunden täglich an meist 5 Tagen wöchentlich (soweit Material- oder Werkzeugmangel nicht auch mal zu unfreiwilligen Arbeitspausen zwingen).
Die Camps dauern zwischen 2 und 3 Wochen und finden mehrheitlich in den Zeiten März/April, Juni bis September und zum Teil im Dezember/Januar in meist kleineren Orten in verschiedenen Landesteilen statt.
Termine - Einsatz - Verlauf Die in den Programmen genannten Termine sind in der Regel die - bei Programmplanung festgelegten - Camptermine. Die Abflüge erfolgen meist 2-3 Tage vor dem jeweiligen Camptermin (ein vorheriger Aufenthalt im Land ist im Rahmen unseres Programms nur bedingt möglich). Die Flugtermine werden entsprechend der Camptermine, der darauf bezogenen Flugmöglichkeiten und in Abstimmung mit den einzelnen Teilnehmer/innen/Gruppen festgelegt.
Die Anreise erfolgt zur jeweiligen Partnerorganisation und dort - mit einem mehr oder weniger lang erforderlichen (Formalitäten-) Aufenthalt - die weitere Campinformation und die Weiterreise zum Camp. Die jeweilige Rückflugbuchung erfolgt entsprechend der Flugmöglichkeiten in Absprache mit den Teilnehmenden.
Die Unterbringung während der Camps erfolgt meist in festen Gebäuden (Schulen etc.), sie ist jedoch in der Regel landesüblich und oft sehr (bis spartanisch) einfach, insbesondere die sanitären Einrichtungen. Die Verpflegung in den Camps entspricht landesüblichen Gegebenheiten und Möglichkeiten. Sie ist oft nicht sehr abwechslungsreich und erfordert manchmal auch eine zusätzliche Eigenleistung (Obst/Gemüse). Die Mahlzeiten werden mehrheitlich von den Gruppen bzw. mit Hilfe der Teilnehmer/innen zubereitet.
Programm-Informationen
Das Mindestalter zur Teilnahme an Workcamps in Afrika und Asien beträgt 18, das Höchstalter 26 Jahre. Die Teilnahme ist nur für deutsche bzw. in Deutschland lebende Interessent/innen möglich.
Zur Teilnahme sind Grundkenntnisse der im Land üblichen Verkehrssprache (Englisch/Französisch) erforderlich.
Impfungen sind für die meisten Einsatzländer zum Teil zwingend vorgeschrieben, zum Teil empfohlen. Aktuelle Informationen dazu erteilen unter anderem die Tropeninstitute.
Für die meisten Einsatzländer ist der noch mindestens 6 Monate gültige Reisepass sowie meist auch ein Visum erforderlich (Visainformationen und ggf. Anträge beim Vorbereitungsseminar).
Kosten für Impfungen, Attest, Visum etc. sind in den Teilnahme-Kosten nicht enthalten, d.h. von den Teilnehmer/innen zu tragen.
Anmeldung für Workcamps in Afrika und Asien mit
-Anmeldeformular -Lichtbild -kurzem Motivationsschreiben (auf Englisch) -Einzahlung/Überweisung der Anmelde-/Seminargebühr oder
Verrechnungsscheck (vgl. Kosten/Leistungen)
Die Anmeldung muss schriftlich (per Post) erfolgen; das Anmeldeformular kannst du uns gerne zuerst per Email schicken, eine Online-Anmeldung ist jedoch nicht möglich. Anmeldefrist ist das jeweilige Vorbereitungsseminar - da man an diesem verbindlich teilnimmt. Allerdings kann das jeweilige Projekt schon früher belegt sein (was auch die Regel ist).
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